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Paleo

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Seit einiger Zeit begegnet mir immer wieder das Wort Paleo im Zusammenhang mit Ernährung. Paleo ist die Abkürzung für Paläolithikums und beschreibt einen zeitlichen Abschnitt in der Steinzeit.

Wie hängt das nun mit Ernährung zusammen? Paleo steht für eine Ernährungsform, bei der nur Nahrungsmittel verwendet werden, die bereits unsere Vorfahren (Jäger und Sammler) in der Steinzeit zur Verfügung hatten. Der Grundgedanke hinter dieser Ernährungsweise ist, dass der Verdauungsapparat des Menschen für die heutigen – überwiegend industriell hergestellten –Produkte nicht geeignet ist. Viele Allergien, Unverträglichkeiten und Krankheiten sollen mit der Ernährung zusammenhängen. Wenn man sich eingehend mit dem Thema befasst und mal genauer auf die Zutatenliste unserer Lebensmittel schaut, kann einem wirklich schon mal mulmig werden. Die Kritiker unter euch sagen jetzt, dass sich der Mensch im Laufe der Evolution der Nahrung angepasst hat. Trotzdem ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Nahrungsmittelunverträglichkeiten zunehmen. Oder ist das nur eine Modeerscheinung?

Bei Paleo sind überwiegend unverarbeitete Lebensmittel erlaubt. Das klingt auf jeden Fall vernünftig.

Ich war also neugierig und habe einen Selbstversuch gestartet: 4 Wochen Paleo.

Nachdem ich mich mit einigen Büchern über Paleo eingedeckt hatte und mich im Vorfeld eingehend damit befasst hatte, was erlaubt ist und was nicht, konnte ich also starten.

Erlaubt sind: Gemüse und Obst (bis zum Abwinken), Fisch und Fleisch (nicht verarbeitet, d.h. KEINE Currywurst!!), Kartoffeln und Süßkartoffeln, Quinoa, Nüsse (außer Erdnüsse), Samen, Olivenöle, Eier.

Nicht erlaubt sind: alle Getreidesorten (d.h. kein Brot, keine Nudeln, keine Pizza und auch kein Soja), Zucker, Reis – hier gibt es unterschiedliche Meinungen: manche sagen Reis ist erlaubt, manche sagen nicht. Ich habe Reis die ersten 4 Wochen weggelassen und danach sehr selten verwendet, Alkohol, Kaffee (oh Schreck), Hülsenfrüchte, alle Milchprodukte, Pflanzenöle, im Grunde alles, was irgendwie verarbeitet, bzw. hergestellt wurde.

Ich habe mich an das Buch von Nico Richter: „Paleo – Power for life“ gehalten und die vier Wochen auch komplett danach gekocht. Ich empfehle euch, wie in dem Buch beschrieben, euren Kühlschrank und Vorratsschränke vorher auszusortieren und einen Großeinkauf zu starten, damit ihr die Basics im Haus habt. Die Gerichte sind im Grunde alle leicht nachzukochen und sehr vielfältig, allerdings war es anfangs eine große Umstellung für mich, bis ich mich an die „neuen“ Zutaten beim Kochen gewöhnt hatte.

Körperlich habe ich die ersten 2 – 3 Wochen einen Zuckerentzug durchgemacht. Mir war gar nicht bewusst, in wie vielen Lebensmittel Zucker enthalten ist. Nach der 3. Woche war das überstanden und ich habe eine Power entwickelt, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Ich war auf einmal fit und voller Energie. Mein Schlaf hat sich verbessert, ich bin morgens erholt und fit aufgewacht – keine Augenringe, kein verquollenes Gesicht. Mein Hautbild hat sich verbessert.

Und das Wichtigste: ich habe keine Heißhunger-Attacken. Durch die Ernährungsumstellung (überwiegend durch das Weglassen von Zucker und Getreide) steigt der Insulinspiegel nicht mehr so schnell und so hoch. Nach dem Genuss von Lebensmitteln, die große Mengen Zucker oder Kohlenhydrate enthalten, die vom Körper in Zucker umgewandelt werden, steigt unser Blutzuckerspiegel sprunghaft an. Von der Bauchspeicheldrüse wird daraufhin so viel blutzuckerabbauendes Insulin ausgeschüttet, dass der Spiegel ganz schnell wieder sinkt: Wir verspüren den Drang, schnellstmöglich etwas zu essen.

Abgenommen habe ich auch ein paar Kilos, allerdings ohne zu Hungern. Das ist aber auch kein Wunder, da ich, wie gesagt, alle Süßigkeiten gestrichen habe.

Fazit: Ich bin total begeistert von Paleo und werde mich auf jeden Fall weiter nach den Grundsätzen ernähren. Ausnahmen bestätigen die Regel! Es ist leider nicht so leicht, gerade, wenn man unterwegs ist oder ausswärts isst, sich daran zu halten.

Unter paleo360.de und urgeschmack.de findet ihr weiterführende Informationen und Rezepte.

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Martin Kintrup – Paleo für Faule / Amazon 16,99 Euro


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4 thoughts on “Paleo

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