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Was unterscheidet die Glücklichen von den Unglücklichen? Von der Suche nach dem (großen und kleinen) Glück!

Wenn du wissen möchtest, welche Eigenschaften und Fähigkeiten glückliche Menschen gemeinsam haben, dann solltest du das unbedingt lesen!

Es gibt unzählige Sprüche und Zitate über das Glück. Manche tiefgreifend, manche nicht so sehr und oftmals benutzen wir sie tagtäglich ohne darüber nachzudenken. „Glück gehabt!“, rufen wir dann aus oder „Viel Glück!“ wünschen wir!

Man weiß selten, was Glück ist, aber man weiß meistens was Glück war.

Françoise Sagan

Doch was bedeutet Glück eigentlich?

So viele Zitate und Sprüche es zum Glück gibt, soviele Definitionen findet man auch. Schon die alten Philosophen wie Aristoteles, Epiker, Nietzsche und Co. haben versucht, Glück zu definieren und jeder hat einen anderen Ansatz gefunden.

Ich glaube, es ist unmöglich eine allgemeingütige Definition von Glück zu finden, da jeder Mensch seine eigene Vorstellung davon hat, was Glück für ihn bedeutet.

Was man jedoch mit Sicherheit sagen kann, ist, dass sich jeder danach seht, glücklich zu sein.

Für den Kranken bedeutet Gesundheit das höchste Glück, für den Armen Reichtum, für den Einsamen Familie, für den Arbeitslosen ein Job – so könnte man endlos weitermachen. Bedeutet das also, dass wir nur glücklich sein können, wenn wir das bekommen, was wir gerade nicht haben? Und heisst das nicht im Umkehrschluss, dass wir eigentlich nie glücklich sein können, da wir ja immer nach dem Streben, was gerade fehlt?

Schwierig, oder? Vielleicht ist es unmöglich glücklich zu sein.

Kennst du jemanden, der glücklich ist oder bist es selbst?

Dann weisst du ja wie es geht! Oder weisst du es nicht, da es ja einfach Glück ist!

Wenn wir Glück als Zufall sehen, als Ergebnis des Zusammentreffens besonders günstiger Umstände, als günstige Fügung des Schicksals, haben wir keinen Einfluss auf unser Glück.

Dann sind alle unsere Bemühungen, glücklich zu sein und zu werden, überflüssig.

Alle sterblichen Wesen sind auf der Suche nach der Glückseligkeit – ein Zeichen dafür, dass sie keiner ihr Eigen nennen kann.

Baltasar Gracián

Was sagen die Philosophen?

Aristoteles sieht den Schlüssel zur Glückseligkeit in unseren Tugenden verborgen. Seiner Meinung nach kann nur der Glücklich werden, der seine Fähigkeiten ausschöpft. Demzufolge ist Glück also kein Zustand sondern ein Lebensstil.

Epiker hingegen sieht das Glück im goldenen Mittelweg. Seiner Auffassung nach würde die Glückseligkeit durch Gleichgewicht und Enthaltsamkeit bestimmt.

Nitsches Auffassung zum Glücklich sein ist, dass wir selber die Kraft in uns haben, selbstbestimmt und frei zu leben. Das bedeutet, dass wir glücklich sind, wenn wir genug Willenskraft besitzen, um dem Schicksal zu trotzen und uns unser eigenes erschaffen.

Warum sind manche Menschen glücklicher als andere?

Warum gibt es Menschen in unserem Umfeld, die augenscheinlich glücklich sind? Diese Menschen kennen wir alle, die, egal was sie machen, egal was sie anpacken, vom Glück geküsst sind. Sie sind erfolgreich, gesund, meistens gutaussehend und, ja, sie haben einfach Glück im Leben.

Aber vielleicht ist das gar nicht so! Vielleicht glauben wir das nur gerne, weil es für uns die einfachste Erklärung ist.

Diese Menschen sind erfolgreich, weil sie Glück haben. Das muss die Erklärung sein – und wir haben einfach immer Pech. Also machen wir weiter wie bisher und wundern uns, warum sich nichts in unserem Leben ändert!

Unser Leben ist eine Ansammlung von Zufällen, die wir nicht steuern können. Es ist nunmal so, dass wir in gewisse Lebensbedingungen hineingeboren werden, wir können nicht selber entscheiden, auf welchem Kontinent wir das Licht der Welt erblicken, welche Hautfarbe wir haben, ob wir männlich oder weiblich sind, gesund oder krank, welche Einkommensverhältnisse unsere Eltern haben oder ob wir letztendlich überhaupt Eltern haben, bzw. bei ihnen aufwachsen werden.

Das alles sind Dinge, auf die wir keinen Einfluss haben und man könnte es Glück oder Pech nennen.

Wie kann es nun sein, dass Menschen, die nach unseren Maßstäben augenscheinlich in einem wenig begünstigten Umfeld geboren werden und aufwachsen, glücklich sind und sogar erfolgreich. Und natürlich funktioniert das auch in die andere Richtung. Warum sind Menschen, die die besten Voraussetzungen für ihr Leben haben, am Ende unglücklich?

Man will nicht nur glücklich sein, sondern glücklicher als die anderen. Und das ist deshalb so schwer, weil wir die anderen für glücklicher halten, als sie sind.

Charles Louis de Montesquieu

Was unterscheidet die Glücklichen von den Unglücklichen?

Es gibt kein Geheimrezept für das Glücklichsein! Was aber alle glücklichen Menschen gemein haben, ist die Fähigkeit, das Leben als Herausforderung zu sehen und diese anzunehmen.

Wenn du die Biographien bekannter Persönlichkeiten anschaust, wirst du feststellen, dass diese Menschen nicht selten, bevor sie erfolgreich und glücklich wurden, harte Zeiten durchgemacht haben. Sie waren Pleite, haben alles verloren oder mussten private Schicksalsschläge ertragen.

Das passiert aber nicht nur bekannten Menschen, dass passiert jedem Menschen jeden Tag irgendwie. Das nennt man Leben. Es geschehen Dinge, die man bewältigen muss. Der Unterschied ist, wie du diesen Dingen begegnest und was du daraus machst.

Der Glückliche versteht das Leben als Chance und versucht seine Möglichkeiten optimal zu nutzen. Er hat oftmals genau die gleichen Hürden wie der Unglückliche, aber er versteht es, sie erfolgreich zu nehmen.

Das Glück des Lebens besteht nicht darin, wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie alle siegreich und glorreich zu überwinden.

Carl Hilty

Eine weitere Eigenschaft, die nahezu alle glücklichen Menschen besitzen, ist die Fähigkeit ihre äusseren Lebensbedingungen objektiv zu betrachten und ihren Einfluss auf diese realistisch zu beurteilen.

Wir sehen meistens nur das, was wir sehen wollen. Das bedeutet, dass wir in unserem Leben oftmals nur die Misserfolge registrieren, aber von unserem Umfeld nehmen wir die Erfolge wahr. Das ist ein Trugschluss!

Die Fähigkeit, seine eigenen Erfolge und glücklichen Fügungen im Leben anzuerkennen, führt zu einer weiteren grundlegenden Besonderheit glücklicher Menschen – und das ist die Dankbarkeit.

Laut einer Studie von der Universität Stirling (2009 von Forschern um den Psychologen Alex Wood) sind Menschen, die bewusst glückliche Umstände in ihrem Leben wahrnehmen und annehmen, selbstbewusster, haben stabilere Freundschaften und Partnerschaften und gehen besser mit Krisen um.

Sich klarzumachen, wie viel Glück man im Leben hat, kann sogar wie ein Schmerzmittel wirken. Die Psychologen Mathias Allemand (Universität Zürich), Patrick Hill (Carleton-Universität, Ottawa) und Brent Roberts (Universität von Illinois) haben gezeigt, dass Menschen, die dankbar gegenüber anderen oder den Rahmenbedingungen sind, in denen sie leben, seltener unter Schmerzen leiden. (Quelle: Wirtschaftswoche)

Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.

Francis Bacon

Wie wird man glücklich?

Ich habe keine Ahnung! Das Einzige was ich dir sagen kann ist, wie ich es geschafft habe, glücklich zu sein.

Die meiste Zeit meines Lebens habe ich bisher damit verbracht, es anderen Recht zu machen. Das soll nicht böse klingen, aber so ist es nunmal.

Ich wusste sehr lange nicht, wer und wie ich eigentlich bin und was ich in meinem Leben erreichen möchte. Deshalb habe ich mich an meinem Umfeld orientiert und versucht, das zu machen, was alle machen und so zu sein, wie man es von mir erwartet hat.

Das würde ich wahrscheinlich immer noch so machen, wenn es nicht die unsägliche Nacht im November 2011 in meinem Leben gegeben hätte.

In dieser Nacht ist mein erster Mann ganz plötzlich verstorben und mit ihm mein ganzes Leben und ich irgendwie auch.

Das klingt sehr dramatisch und war es auch. Es ist ein Schicksalsschlag und hat mein Leben und mein Urvertrauen zutiefst erschüttert.

Dadurch war ich aber auch – zum ersten Mal in meinem Leben – gezwungen meine Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.

Du musst natürlich nicht erst etwas Schreckliches erleben um glücklich zu sein – ich möchte damit nur sagen, dass man lernen kann, glücklich zu sein und dass es dafür nie zu spät ist.

Das klappt auch nicht von heute auf morgen – ich habe dafür mehrere Jahre gebraucht. Und hier kommen die Philosophen und ihre Definition vom Glück ins Spiel, die ich oben erwähnt habe.

Denn im Grunde habe ich mich an diese drei Thesen gehalten: Vertraue in deine Fähigkeiten, finde die goldene Mitte, trotze dem Schicksal und schaffe dir dein eigenes Lebensumfeld.

Glücklich ist nicht, wer anderen so vorkommt, sondern wer sich selbst dafür hält.

Lucius Annaeus Seneca

Das hat mir geholfen, glücklich zu werden

Überlege dir, was du möchtest

Unser Empfinden von Glück ist geprägt von gesellschaftlichen Normen und Werten. Glaubst du nicht? Dann überlege doch mal, wie sehr die meisten Menschen ihr Glück von einer Partnerschaft abhängig machen.

Als ich wieder geheiratet habe, haben mir alle gesagt, wie froh sie sind, dass ich wieder glücklich bin. Natürlich war ich glücklich einen so tollen Mann zu treffen und zu heiraten, aber ich war vorher auch glücklich.

Das ist die Erwartungshaltung unserer Gesellschaft und es spricht auch nichts dagegen, solange es auch das ist, was du von deinem Leben erwartest.

Wichtig ist, dass du die Dinge hinterfragst und herausfindest, was dir im Grunde wirklich wichtig ist.

Schätze deine Situation realistisch ein

Wenn du herausgefunden hast, was dich glücklich macht, kannst du deine jetzige Situation einschätzen. Mache eine Ist-Aufnahme deines Lebens. Wo stehst du im Moment? Hast du bereits das Leben, dass du dir im Grunde wünscht? Oder bist auf dem Weg dorthin?

Versuche dies so wertfrei wie möglich zu machen und bleibe objektiv. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du deine Situation richtig einschätzt, bitte deine Freunde oder Familie es ebenfalls zu tun und vergleiche ihre Einschätzungen mit deiner.

Verantwortung übernehmen

Wenn du weisst, wo du stehst und wo du hin möchtest, kannst du daran arbeiten dein Ziel zu erreichen. Das bedeutet, dass du Verantwortung für dich und deine Entscheidungen übernehmen musst.

Ab sofort bist Du allein verantwortlich für dein Leben und dein Lebensglück.

Zukünftig kannst du nicht mehr die Schuld auf andere oder auf die Umstände schieben. Du allein wirst die Entscheidungen auf deinem Weg treffen und dafür gerade stehen.

Wenn du Entscheidungen getroffen hast, wirst du dabei bleiben und sie nicht im Nachhinein bereuen. Jede Entscheidung – egal ob richtig oder falsch – wird dich auf deinem Weg stärken.

Arbeite mit dem was du hast

Du wirst nicht dein komplettes Leben von heute auf morgen umkrempeln können. Mache das Beste aus dem, was du hast. Das bedeutet, sei dankbar für das, was du bisher erreicht hast und freue dich auf die Herausforderungen. Wenn du einen Job hast, den du verabscheust, sei froh und dankbar, dass du überhaupt einen Job hast und dann lege los und suche dir eine andere Tätigkeit, die dir besser gefällt.

Wenn du Single bist, dann schaue nicht nach deinen Freunden und Bekannten, die Familie haben, sondern geniesse die Freiheiten, die du hast.

Nichts im Leben ist perfekt und glaube mir, man möchte immer das haben, was man gerade nicht hat oder, wie sagt man so schön, auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner.

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.

Søren Kierkegaard

Ändere, was du ändern kannst

Wenn du etwas in deinem Leben ändern möchtest, dann mache es. Es hält dich niemand, außer du dich selbst davon ab!

Du merkst, dass dein bester Freund oder deine beste Freundin dich eigentlich nur ausnutzen und dich runterziehen? Dann weg damit! Miste dein Leben aus und werfe allen unnötigen Ballast über Bord!

Du möchtest Spanisch lernen? Dann los! Mache das, was dich glücklich macht und verfolge deine Ziele – egal wie lange es dauert bis du sie erreicht hast.

Glück ist kein Geschenk der Götter, sondern die Frucht innerer Einstellung.

Erich Fromm

Eines solltest du jedoch noch wissen. Es wird vielen Menschen nicht gefallen, wenn sie sehen, dass du glücklich bist oder auf dem Weg dorthin bist.

Ich habe es leider auch erfahren müssen, dass mehr Menschen in meinem Umfeld an meinem Leid und meiner Trauer Anteil genommen haben, als an meinem späteren Glück. Es kam sogar mitunter vor, dass ich den Eindruck hatte, dass manche neidisch waren.

Es wird auch vorkommen, dass Menschen in deinem Umfeld deine Entscheidungen nicht verstehen und akzeptieren werden. Damit muss du rechnen.

Denke immer daran, dass es dein Leben ist und der einzige, den du glücklich machen musst, bist du selber. Dein Umfeld wird es früher oder später begreifen.

Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie es sich selbst vorgenommen haben.

Abraham Lincoln

Ich musste auch einige unangenehme Entscheidungen treffen und habe dafür in dem Moment Kritik einstecken müssen.

Später jedoch sagte mir jemand, der mir sehr wichtig ist, dass er mich bewundert, wie konsequent ich meinen Weg verfolge. Und er fragte mich, wie ich das mache.

Ich habe einfach gelernt was mich glücklich macht. Und du schaffst das auch!


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Ich wünsche dir, dass du glücklich bist oder wirst und freue mich, wenn ich dich mit meinem Artikel inspirieren konnte.

Schreibe mir gerne in den Kommentaren unter diesem Beitrag.

Liebste Grüsse,

Deine Katja


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