Just another Fashion und Lifestyle Blog?

6 Mrz 2020 | Kurz & Fine | 0 Kommentare

Ein Blog ist auch immer eine Reise zu sich selbst. Ich habe mich auf diese Reise gemacht – wo mich die Reise hinführt und ob ich wohl schon angekommen bin, erzähle ich dir!

Als ich mit diesem Blog Ende 2017 gestartet bin, hatte ich wirklich keine Vorstellung davon, was alles an einem Blog hängt und – ich gebe zu – wieviel Arbeit er macht. Aber auch wieviel Freude, denn sonst, meine lieben Freunde, wäre ich schon längst nicht mehr dabei!

Ich hatte damals die Vorstellung, dass ich “einfach mal was schreibe, was mir Spass macht”. Das mache ich natürlich immer noch, aber ich habe auch mittlerweile den Anspruch, dass es einigermassen professionell und optisch ansprechend sein soll. Einfach nur schreiben könnte ich sonst ja auch in mein Tagebuch. Aber jetzt schweife ich ein bisschen ab, denn eigentlich wollte ich dir erzählen, warum ein Blog auch etwas mit Selbstfindung zu tun hat.

Aber ich fange am Besten ganz von vorne an.

Bevor ich meinen Blog damals – ich nenne es mal – anlegen konnte, musste ich natürlich ein bisschen im Internet recherchieren. Wie geht das eigentlich, welche Programme gibt es, was sollte man alles beachten, etc.

Es gibt eine Menge Artikel dazu im Netzt, da es mittlerweile auch eine Menge Blogger gibt. Und netterweise geben einige Blogger von ihnen auch ihre Erfahrungen weiter.

Was fand ich dort also in den Erfahrungsberichten und Tipps meiner zukünftigen Kolleginnen und Kollegen?

Ein Tipp, der mir immer wieder ins Auge stiess, war, dass man authentisch sein sollte. Klar, dachte ich, ich bin ich und ich verstelle mich nicht. Also bin ich authentisch. Diesen Punkt konnte ich also getrost schon mal von der Liste abhaken.

Also ging ich zu dem nächsten Thema über, nämlich worüber ich schreiben wollte. Da entschied ich mich für einen bunten Mix aus allem.

Fashion, Beauty, Health und natürlich Lifestyle nicht zu vergessen. Lifestyle ist ganz wichtig! Weil meinen Lifestyle interessiert die Leute da draussen sicher ungemein! Dann legt ich noch forsch einen Shop an und knallte alle Artikel, die mir vor die Nase kamen da rein.

So bloggte ich also eifrig drauf los und lernte jeden Tag neue Dinge. Das waren z.B. so ganz banale Sachen wie, dass man keine kleinkarierten Klamotten tragen sollte, da man auf den Fotos nachher hypnotisiert wird. Aber auch Wichtiges, wie z.B. Datenschutz und Werbekennzeichungen.

Den Shop gibt es mittlerweile nicht mehr und auch sonst habe ich im Laufe der Zeit immer wieder mal alles umgestellt und herumexperimentiert.

Mit den Details möchte ich dich nicht langweilen. Denn was ich eigentlich sagen wollte, ist, dass ich nach und nach merkte, dass einiges von dem, was ich da machte, gar nicht zu mir passt.

Aber das habe ich erst später gemerkt. Zu dem Zeitpunkt, als ich mich entschied darüber zu schreiben, war ich der festen Überzeugung, dass es aus meinem tiefsten Herzen kommt. Erst indem ich alles aufschrieb und rückblickend betrachtete, wurde mir klar, dass ich das gar nicht bin oder nicht mehr.

Früher war ich ein totaler Fashion-Fan. Ich habe mich sehr für Mode interessiert und Mode sogar zu meinem Beruf gemacht. Als gelernte Textilbetriebswirtin habe ich fast 10 Jahre in der Modebranche gearbeitet und ich habe es geliebt. Deshalb war für mich klar, dass ich auf meinem Blog auch über Fashion berichte.

Glaubst du alles, was du denkst?, Gedanken, Gedankenkontrolle, Gedankenhygiene, Positive Gedanken, Positiv, Lebenshilfe, Motivation, Lebensfreude,
Photocredit: Jeremy Möller

Was ist also passiert, dass ich jetzt anders bin?

Um ehrlich zu sein, ich weiss es nicht. Das Leben vielleicht? Mit den Erfahrungen, die man macht, verschieben sich manchmal auch die Prioritäten. Alles was ich dir heute sagen kann, ist, dass mich Fashion zwar immer noch interessiert, aber dass die Begeisterung von früher weg ist.

Wenn ich morgens vor dem Kleiderschrank stehe, dann greife ich am liebsten zu klassischen, schlichten und zu, ich nenne es gerne, pragmatischen Teilen. Ich habe einfach keine Lust mir Gedanken zu machen und greife auf Altbewährtes zurück. Das sind Klamotten die ich schon Jahre und sogar Jahrzehnte trage. Die Sachen sind immer noch tiptop!

Zum pragmatischen Outfit gehören bei mir auch flache Schuhe. Ich gehe jeden Tag mindesten dreimal mit dem Hund raus, da ist kein Platz für High Heels.

Verstehe mich nicht falsch – natürlich mache ich mich auch mal schick und trage hohe Schuhe, wenn der Anlass es verlangt. Aber es fühlt sich für mich dann eher wie verkleiden an.

Hier fällt mir ein Zitat von Wolfgang Joop ein, der mal sagte „Bei allem Hin und Her in der Mode kommt oben immer der Kopf raus. Das ist Tradition.“ Das ist genau meine Meinung zum Thema Mode.

Ein weiterer Punkt, der mir wichtig ist, ist die Nachhaltigkeit. Ja, ich kann’s selber schon nicht mehr hören. Alles muss jetzt nachhaltig sein, ich weiss!

Aber es ist letztenendes so. Ich sehe den Konsumterror und frage mich, warum? Mich widert das an. Meine Klamotten trage ich, wie gesagt, schon so lange und ich habe auch genug. Wirklich! Ich möchte keine neuen mehr kaufen!

Das Resümee aus alledem ist, ich bin einfach keine Fashion Bloggerin! Das ist nicht meins und das lebe ich nicht.

Wenn du sehen könntest, wie ich gerade aussehe, während ich diesen Beitrag schreibe….(ich sag´nur Schlafanzug! Aber zu meiner Verteidigung: es ist “erst” 8:19 Uhr ;-).

Und somit komme ich zum Lifestyle. Mein Lifestyle ist im Grunde auch total langweilig. Keinen interessiert es wie ich meine Tage verbringe, glaube mir.

Deshalb verabschiede ich mich hier also offiziell von meinem kurzen (aber lehrreichen) Leben als Fashion und Lifestyle Bloggerin. Es war auch schön, keine Frage, aber ich bin froh, dass ich es nicht mehr machen muss.

Und hier komme ich wieder auf die Authentizität zurück. Ich war einfach nicht authentisch – aber ich wusste es nicht.

Bloggen werde ich weiterhin, natürlich, aber ich möchte mich gerne auf andere Themen konzentrieren.

Vielleicht möchtest du mir dabei helfen? Schreibe mir doch, was du denkst, welche Themen zu mir passen? Manchmal ist es sehr hilfreich zu erfahren, wie die Menschen einen sehen (Stichwort: Selbst- und Fremdwahrnehmung).

Liebste Grüsse,

Deine Katja


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