Style Classics – Animalprint

16 Sep 2020 | Style Classics | 0 Kommentare

Diesmal in meiner Reihe “Klassiker der Modegeschichte” der Animalprint. Oder anders ausgedrückt: Leo geht immer!

Aber Obacht! Manchmal wird aus der eleganten Raubkatze schnell eine Tiger-Lilli. Deshalb solltest du Animalprints immer mit Bedacht wählen und kombinieren.

Die Geschichte des Animalprints beginnt eigentlich schon in der Steinzeit. Schützten sich die Menschen doch seit Anbeginn unserer Zeit mit Tierfellen gegen äussere Umwelteinflüsse und gegen die Kälte natürlich. Zum Glück ist das vorbei. Heutzutage muss kein Tier mehr deshalb sterben.

Felle von exotischen und seltenen Tieren, wie z.B. von Krokodilen oder Schlangen, sind schon seit langem verboten, aber auch bei allen anderen Tiermustern werden mittlerweile überwiegend Kunstfelle, Lederimitate und textile Drucke verwendet.

Richtig populär wurde der Dschungel-Look erstmals im Jahre 1932 durch den Film “Tarzan – der Affenmensch”. Das Abenteuer und die Freiheit des Dschungels inspirierte zu verwegenen und rebellischen Outfits im Leoparden-Look.

In den 50er Jahren entdeckte das Pin-Up Modell Bettie Page das Leopardenmuster. Bettie Page war damals eine der meistfotografierten Frauen und alle wollte so stark, sexy und weiblich sein wie sie.

Ebenfalls in den 50ern verwendete Christian Dior den Leoparden-Print erstmals in seiner Kollektion. Das war so etwas wie der Ritterschlag. Nun war der Leo-Look auf den Laufstegen der Welt und kein Damenoutfit war ohne Leo komplett. Christian Dior verlieh dem Muster Eleganz und Chic.

Als in den 60er Jahren die Hippie-Bewegung Einzug hielt, durfte der Animal-Print natürlich auch nicht fehlen. War er doch wie geschaffen für die Rebellion. Die Menschen wollte frei und ungezwungen sein – und drückten dies auch durch ihre Kleidung aus.

Was sich in den 60er anbahnte, erreichte in den 70er seinen Höhepunkt, als zu der Hippie-Bewegung die Punk-Rock-Ära kam. Sex, Drugs and Rock´n Roll kombiniert mit Leo-Look stand für Wildheit, Rebellion und Unberechenbarkeit. Es gab fast keine gesellschaftlichen Grenzen mehr und man konnte anziehen, was man wollte. Je ausgefallener und provokanter, desto besser. Man wollte ja schließlich gegen das System rebellieren.

In den 80ern wurde aus Rock Disco und dadurch alles etwas glamouröser. Es war die Zeit der Schulterposter, üppigen und überladenen Abendkleider a la Denver (oder Dynastie) und schillernden Disco-Outfits.

Die 90er waren modetechnisch wieder sehr stark von der Musikbranche beeinflusst. Gab es auf der einen Seite den lässigen Grunge-Look, inspiriert durch Kurt Cobain von Nirvana, aber auch die bauchfreie, platteauschuhtragende Gegenbewegung rund um Britney Spears und die Backstreet-Boys.

Ab den 2000er ist modisch eigentlich alles erlaubt, oder? Vielleicht geht es auch mir nur so, dass ich ab einem gewissen Alter trage, was ich möchte – ohne auf bestimmte Trends zu achten. Und das war bei mir eben seit ca. 2000. Natürlich adaptiert man gewisse Strömungen und passt sich ein Stück weit an, aber nach meinem Empfinden gibt es seit den 00er Jahren keinem Trend mehr, den es vorher nicht schonmal gab. Wer einen weiss, bitte melden!

Ein Animalprint schreit nach Aufmerksamkeit – dessen muss man sich bewusst sein. Falls du also nicht auffallen möchtest – das kommt mitunter ja auch mal vor – dann solltest du lieber etwas anderes anziehen. Wenn du aber verwegen und abenteuerlustig unterwegs bist, dann ist ein Animalprint genau das richtige – zeigt es doch deiner Umgebung, dass sie es mit einem wilden Raubtier zu tun haben – und mit diesem ist niemals nie zu spassen!

Aus diesem Grund brauchst du dich auch nicht scheuen, Animalprints in dein Businessoutfit einzubauen! Dezent und edel kombiniert macht es durchaus Eindruck und zeigt Mut! Roooaarrrrrr! Gut gebrüllt, Tiger!

Da der Grat zwischen – ich sag’s mal, wie es ist – Edel und Edelnutte, sehr schmal ist, solltest du folgendes beachten:

Ein Animalkleid ist ein Statement. Punkt. Deshalb bitte keinen zu tiefen Ausschnitt und nicht zu kurz. Will sagen, das Muster ist sexy genug – alles andere solltest du zurücknehmen.

Ein Animalprint mag gerne einen edlen Stammbaum. Gute Häuser wie YSL oder Dolce & Gabbana bevorzugt. Sparen kannst du an andere Stelle!

Am wohlsten fühlt sich der Animalprint in Gesellschaft von schwarz oder gedeckten Tönen, wie braun oder beige. Was er gar nicht mag, sind schrille Farben – das verschreckt ihn! Auch mag er gerne im Mittelpunkt stehen und sich nicht die Bühne mit anderen Mustern teilen.

Du siehst also, dass Animalprint immer Saison hat und es sich wirklich lohnt, in ein hochwertigeres Teil zu investieren. Ich persönlich finde bei Leo Vintage Klamotten toll. Es gibt viele Second-Hand Online-Shops, bei denen man günstig Designer-Kleidung ergattern kann.

Die schönsten Looks habe ich dir auf meiner Pinterest Pinnwand “Love Leo – Animal Prints” zusammengestellt.

Schaue doch mal rein. Hier geht’s zur Pinnwand: Love Leo – Animal Prints


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Ich hoffe, dir gefällt meine kleine Zeitreise durchs Leo-Land und ich freue mich über deine Anmerkungen, Gedanken und Tipps.

Hinterlasse doch gerne einen Kommentar!

Liebste Grüsse,

Deine Katja

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